Entscheidungen zur Handelsstrategie

Um eine für sich passende Handelsstrategie aufzubauen sollte man sich Grundsätzlich fragen, in welchen Zeiträumen man handeln möchte und danach seine Informationsmenge ausrichten. Beispielsweise kann man sich im Daytrading, was ich für Anfänger nicht empfehlen kann, auf die Chartanalyse und die momentan sehr gut bzw. sehr schlecht laufenden Sektoren und Branchen konzentrieren, während man bei einen Investment über mehrere Jahre sich die lange Zeit gut laufenden Märkte, die aktuellen politischen Einflüsse, den aktuellen Wirtschaftszyklus und besonders die für einen Interessanten Unternehmen, ihr Geschäftsmodell, die Entwicklung der gesamten Branche, und die Bilanzzahlen der letzten Quartale genauer ansehen sollte. Ich denke für Anfänger ist es auch wie für mich am besten in das Swing Trading überzugehen bei dem man seine Positionen für ein paar Wochen hält bis der gesetzte Stop loss oder take profit erreicht wurde.

Researcharbeiten

Am Anfang kann man sich die einzelnen Assetklassen auf 200 Tage anschauen und sehen wohin und warum diese sich bewegen um sich ein grobes Bild vom Markt den man handeln möchte, in meinem Fall Aktien, zu machen. So kann man die allgemeine Stimmung am Markt erkennen und sein Portfolio mehr auf die long oder short Seite auszurichten.

Man sollte sich auch gedanken dazu machen was die anderen Assetklassen auch wenn man sie nicht handelt auf den eigenen Markt für Einflüsse ausüben. z.B. sollte man sich fragen was ein steigender oder fallender  Dollar auf die Rohstoffpreise für Auswirkungen hat und ob diese für die eigenen Aktien von Bedeutung sind. Danach könnte man auch erkennen ob in Zukunft in einem Sektor oder einer Branche eine Trendwende vollzogen wird. Wenn man eine Korrelation zwischen verschiedenen Einflüssen feststellt kann man sich dann z.B. die Branche dadurch Anzeichen von Stärke oder Schwäche zeigt genauer anschauen und sich die besten oder schlechtesten Werte herausziehen und genauer nachschauen, was aktuell bei dieser Aktie noch an News dazu gekommen ist. Beispielsweise ob die Quartalszahlen bald bevorstehen oder ob neue relevante Verträge oder ähnliches abgeschlossen wurde.

Wenn man die genauere Informationen dann hat kann man sich den Chart anschauen und sehen ob meine in bedacht gezogene Handelsmöglichkeit Trend konform ist, oder ob demnächst ein Trendwechsel anstehen könnte. Dabei würde ich aber erst einmal warten bis sich dies auch andeutet. Danach kann man sich den passenden Einstieg suchen. Wenn dieser erst noch kommen sollte, kann man die Aktie ja auch erst einmal auf die Watchlist packen. Ist dann die Regressionsphase bald vorbei und man kann eine Umkehrkerze erkennen kann man die Position dann eingehen und sich um die Erstellung des stopp loss und des take profit kümmern. Somit kommen wir dann zum Risikomanagement.

Risikomanagement

Beim Risikomanagement gibt es eine sogenannte 1% Regel, die besagt das niemals mehr als 1% des Gesamtkapitals verloren gehen darf. Das ganze ist auch sinnvoll da man so erst nach 100 falschen Vermutungen erst sein Kapital verlieren würde. Andererseits kann man mit jeden Gewinn 2% des Gesamtkapitals Gewinn machen. Deswegen sollte der take profit immer bei 2 oder mehr Prozent im Gewinn liegen. Nur weiß man ja so noch nicht wie viele Aktien man handeln kann. Dies kann man aber auch ganz einfach mit dieser Formel errechnen.

Risikokapital abzüglich Kosten : Preis pro Aktie – Stoppkurs = Anzahl an handelbaren Aktien

Beispiel

Wir haben 10 000 € Gesamtkapital. Damit beträgt unser Risikokapital 100 €. Pro Order berechnet uns der Broker 5 € (weitere Kosten müssen, wenn vorhanden mit einbezogen werden). Somit haben wir noch 90 € Risikokapital. Der Preis pro Aktie liegt bei 50 € und unser stopp loss bei 48 €.

90 : 50 – 48 = 45

Somit können wir eine Position mit 45 Aktien eingehen.

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